Wien - Der Euro hat am späten Montagnachmittag im europäischen Devisenhandel gegen den US-Dollar klar fester gegenüber dem heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) notiert. Auch zu den Leitwährungen Pfund, Yen und Franken konnte sich die Gemeinschaftswährung befestigen.

Die Nachrichten zur Schuldenkrise treiben den Euro momentan vor sich her. In der Früh zeigten sich Anleger noch vom Ergebnis des Euro-Finanzministertreffens vom Wochenende enttäuscht und der Euro verlor klar an Terrain. Am Nachmittag sorgten Nachrichten über einen neuen Krisenfonds allerdings für eine Stimmungsaufhellung und eine Trendumkehr der Gemeinschaftswährung. Nachdem der Euro am Vormittag unter 1,42 Dollar gerutscht war, notierte er im Späthandel wieder über 1,43 Dollar.

Der Rettungsfonds ESM soll ab 2013 dauerhaft eingerichtet werden und eine Kapitalbasis von 700 Mrd. Euro haben, um Schuldenländer vor der Pleite zu retten. "Die Einigung unterstreicht die Entschlossenheit der Länder der Euro-Zone, alles zu tun, um die Finanzstabilität im gemeinsamen Währungsgebiet zu sichern", sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. (APA)