Tokio - Der Betreiber des japanischen Katastrophen-Kraftwerkes Fukushima hat die Reinigung des radioaktiven Wassers in der Anlage nach wenigen Stunden wieder gestoppt. Die Freisetzung radioaktiver Strahlung sei schneller gestiegen als ursprünglich erwartet, teilte ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco am Samstag mit. Bei der Reinigung soll radioaktiv verseuchtes Wasser dekontaminiert werden, um es danach wieder für die Kühlung der Reaktoren einzusetzen.

Derzeit befinden sich in dem havarierten Meiler rund 110.000 Tonnen hochverseuchten Wassers - genug, um 40 Schwimmbecken olympischen Ausmaßes zu füllen. Tepco droht das Problem über den Kopf zu wachsen. Das Unternehmen kann die Wassermengen kaum einspeichern, zudem besteht die Gefahr von Lecks. Anfang April hatte Tepco bereits rund 10.000 Tonnen ins Meer abgelassen. Dies führte zu großer Kritik der Nachbarländer China und Südkorea. (Reuters)