Dublin - Nach einem Minus im vergangenen Jahr ist die Wirtschaft Irlands in den ersten drei Monaten dieses Jahres wieder gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie die irische Statistikbehörde am Donnerstag in Dublin mitteilte. Von Oktober bis Dezember war das BIP noch um 1,4 Prozent geschrumpft. Das Wachstum zu Jahresbeginn sei vor allem auf gestiegene Exporte zurückzuführen.

Der Weg des einst als "keltischer Tiger" bezeichneten Landes aus der Banken- und Schuldenkrise sei aber noch nicht geschafft, warnten die Statistiker. Das Bruttonationaleinkommen - berechnet ohne die Wirtschaftsleistung der in Irland ansässigen ausländischen Firmen - sei im ersten Quartal um 4,3 Prozent geschrumpft.

Irland hängt wie Griechenland und Portugal am Tropf von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Nach wirtschaftlichen Boomjahren war die Immobilienblase geplatzt, wodurch die Banken Milliardenhilfen benötigten. Das dadurch in die Staatskasse gerissene Loch war zu groß als dass die Regierung in Dublin es im vergangenen Jahr alleine stopfen konnte. EU und IWF halfen mit einem Kredit in Höhe von 85 Mrd. Euro aus. (APA)