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Mithilfe eines neuen Verfahrens soll aus menschlichen Fäkalien Biokohle produziert werden.

Foto: APA/Armin Weigel

Berlin - Studenten der Technischen Universität Berlin haben ein Verfahren entwickelt, mit dem aus menschlichen Fäkalien Biokohle produziert werden kann. Die neue Technik soll nun in einem Gewächshaus erprobt und bei Erfolg in Tansania eingesetzt werden, berichtete der Sprecher der Hilfsorganisation "Ingenieure ohne Grenzen", Volker Eiselein.

Die Kohle diene als Dünger für die Felder und sei gut als Wasserspeicher und Erosionsschutz geeignet, erklärte Eiselein. Mit der neuen Technik sollen die Fäkalien, die bisher oft ungereinigt in die Umwelt gelangten, bei hoher Temperatur verkohlt werden.

Diese "Karbonisierung" soll an Biogasanlagen gekoppelt werden. "Die Restsubstrate der Anlagen werden mit den aufbereiteten Fäkalien gemischt und dann weiterbearbeitet", berichtet Eiselein. Die dazu nötige Wärme komme aus der Biogasanlage. (dpa, frei, DER STANDARD; Printausgabe, 24.6.2011)