Der Stoxx 600 ist diese Woche um 0,91% gefallen und underperformte damit die Indizes in Übersee klar ( S&P 500: +1,25%, Nikkei: +2%). 16 der 19 Sektoren bestätigten den Abwärtstrend. Lediglich der im Stoxx 600 gering gewichtete Automobilindex konnte mit einem Plus von 2,8% eine klar positive Performance aufweisen. Am schwächsten entwickelten sich Versorger- und Technologieaktien mit einem Minus von fast 2%. Lokal leidet der schweizer Leitindex SMI unter dem starken CHF. Der Index fiel diese Woche um 2,7% und hat damit seit Jahresanfang 7% an Wert verloren.

Mit Sorge werden von den Marktteilnehmern derzeit die sich verschlechternden Konjunkturfrühindikatoren beobachtet. Es ist dabei der anhaltende Trend zu beobachten, dass die deutsche Wirtschaft in Europa am stärksten wächst. Das wurde auch heute wieder vom Ifo-Geschäftsklima-Index bestätigt, der im Juni auf 114,5 Punkte anstieg (von 114,2 Punkten im Mai). Damit erreichte das wichtigste deutsche Konjunktur-Barometer den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem robusten Aufschwung", kommentierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Die Ifo- Index Komponente für die Erwartungen fiel allerdings auf 106,3 von 107,4 Punkten. Das ist der tiefste Stand seit März 2010. Zu einem ähnlichen, wenn auch differenzierteren Ergebnis gelangt der von Markit veröffentlichte EMI für Deutschland. Dieser zeigte, dass der Servicesektor im Juni kräftig an Fahrt gewonnen hat, die Industriekonjunktur aber wegen deutlich verringertem Auftragszuwachs an Schwung verliert. In Frankreich wurde ein ähnlicher Trend festgestellt. Dort ist das Wachstum aber in beiden Sektoren- Industrie und Services gefallen.

Der EMI für die gesamte Eurozone fiel von 55,8 Punkten im Mai auf ein 20 Monatstief von 53,6 Punkten im Juni. Außerhalb von Deutschland und Frankreich ist der Index erstmals seit November 2009 in den negativen Bereich von unter 50 Punkten gefallen. Die Geschwindigkeit des Falls war die höchste seit September 2009.