Frankfurt - Die Frankfurter Aktienbörse hat am Montag mit einem kleinen Minus geschlossen. Der DAX ermäßigte sich um 13,48 Punkte oder 0,19 Prozent auf 7.107,90 Einheiten. Der TecDAX sank um 10,43 Punkte oder 1,20 Prozent auf 856,23 Punkte. Der M-DAX fiel um 53,47 Punkte oder 0,51 Prozent auf 10.456,88 Zähler. Der HDAX schloss mit 3.619,43 Einheiten und einem Minus von 8,98 Zählern oder 0,25 Prozent. Der C-DAX verlor 1,49 Punkte oder 0,24 Prozent auf 627,70 Zähler.

Nervöse Anleger haben dem Markt am Montag leichte Verluste beschert. Vor der Abstimmung des griechischen Parlaments über das Sparpaket der Regierung in Athen pendelte der DAX bis kurz vor Handelsschluss zwischen minimalen Gewinnen und Verlusten.

Alle Aufmerksamkeit richte sich auf Griechenland, sagte ein Händler. Die Märkte würden von einer allgegenwärtigen Nervosität bestimmt. Ähnlich sah es Marktstratege Carsten Klude von der Hamburger Privatbank M.M. Warburg. "Diese Woche stehen wichtige politische Entscheidungen in Griechenland an", sagte er mit Blick auf die für Mittwoch anberaumte Parlamentsabstimmung. "Weil hier ein enger Ausgang zu erwarten ist, bleibt die Ungewissheit zunächst erhalten."

Ein Beschluss der aus 27 Zentralbanken bestehenden Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zu höheren Kapitalanforderungen setzte europaweit Aktien dieser Branche unter Druck. Zudem verwiesen Händler auf Aussagen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, wonach die Auswirkungen der aktuellen Schuldenkrise schwerer ausfallen dürfte als die der Lehman-Krise. Für die Aktien der Deutschen Bank ging es um 1,38 Prozent auf 38,920 Euro abwärts. Die Titel der Commerzbank verloren am DAX-Ende sogar 5,00 Prozent auf 2,754 Euro.

Zu den besonders schwachen Werten im Leitindex zählten auch die Henkel-Vorzüge mit minus 2,37 Prozent auf 46,205 Euro. Konzernchef Kasper Rorsted hatte der Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal Europe" zwar die finanziellen Unternehmensziele für 2012 bestätigt, sie aber zugleich als recht aggressiv bezeichnet. Zudem hatte sich die US-Bank JPMorgan in einer Studie negativ zu den Papieren des Konsumgüterherstellers geäußert.

BASF geben nach

Gesenkte Ergebniserwartungen des niederländischen Chemiekonzerns Akzo Nobel belasteten die BASF-Titel. Sie büßten 0,95 Prozent auf 63,68 Euro ein, nachdem Akzo seinen Schritt mit gestiegenen Rohstoffkosten begründet hatte. BASF bestätigte daraufhin seine eigenen Jahresprognosen.

Zu den gefragten DAX-Werten zählten dagegen die Lufthansa-Papiere mit plus 0,79 Prozent auf 14,725 Euro. Stützend wirkten Börsianern zufolge nachgebende Ölpreise sowie ein positiver Analystenkommentar der Royal Bank of Scotland. (APA)