New York - Die zwischen dem Sudan und dem künftigen Staat Süd-Sudan umstrittene Provinz Abyei soll nun von afrikanischen UN-Soldaten gesichert werden. Der UN-Sicherheitsrat erteilte am Montag das Mandat für die Stationierung von 4.200 Äthiopiern in der ölreichen Region. Ihr Einsatz ist zunächst auf sechs Monate begrenzt. Auf Vermittlung des früheren südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki hatten sich beide Seiten darauf verständigt, das Gebiet zu entmilitarisieren.

Der Süd-Sudan will am 9. Juli seine Unabhängigkeit ausrufen. Die Bevölkerung der Region hatte sich im Jänner in einem Referendum mit großer Mehrheit für die Loslösung vom Norden entschieden. Die Volksabstimmung war Teil eines Friedensabkommens von 2005, das einen mehr als 20 Jahre dauernden Bürgerkrieg beendete.

Offen sind allerdings so wichtige Fragen wie die Verwaltung Abyeis, die Aufteilung der Öleinnahme, die Festlegung der Grenzen oder die Verteilung der Schulden des bisherigen gemeinsamen Staates. (APA/Reuters)