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Julian Baumgartlinger stellt sich einer neuen Herausforderung.

Foto: APA/AP/Zak

Wien - Der deutsche Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 hat nach dem Abgang von Christian Fuchs zum Cupsieger FC Schalke 04 neben Andreas Ivanschitz wieder einen zweiten Österreicher in seinen Reihen. Julian Baumgartlinger übersiedelt vom FK Austria Wien zu den Rheinhessen, für die er am Mittwoch einen Vier-Jahres-Vertrag unterzeichnen wird. Die letzten medizinischen Tests absolvierte der ÖFB-Teamspieler am Dienstag. Über die Ablöse wurde Stillschweigen vereinbart.

Der Salzburger war in den vergangenen Monaten und Wochen immer wieder mit einem Wechsel ins Ausland in Verbindung gebracht worden. Nach seinem starken Auftritt gegen Deutschland in der EM-Qualifikation ist es nun so weit, wobei der Dank des Spielers auch seinem Ex-Club gilt. "Ich bin der Austria dankbar, dass sie mir in den vergangenen zwei Jahren so eine gute Bühne geboten hat. Ich konnte hier wieder sehr wichtige Schritte nach vorne machen und werde versuchen, nun meine Chance in Mainz zu nützten", erklärte Baumgartlinger zum Abschied.

Er freue sich schon auf die neue Aufgabe. "Ich denke, dass ich mit dem Wechsel nach Mainz die richtige Entscheidung getroffen habe. Der Weg der Mainzer in den vergangenen Jahren hat mir imponiert", meinte der Kicker, der wie die Austria in der kommenden Saison auch in der Europa League präsent sein wird. Sein erster großer Auftritt in den Reihen des Liga-Fünften ist für 3. Juli vorgesehen, wenn die neue Coface-Arena mit einem Spiel eröffnet wird.

"Jetzt steht er vor der nächsten Herausforderung"

Der Kontakt des defensiven Mittelfeldakteurs mit den Violetten wäre noch ein Jahr gelaufen, doch nach harten Verhandlungen in den vergangenen Tagen haben sich die Vereine auf einen vorzeitigen Transfer des ebenso lauf- wie spielstarken 23-Jährigen geeinigt. Baumgartlinger war erst vor zwei Jahren vom TSV 1860 München nach Wien gekommen und hatte sich am Verteilerkreis einen Stammplatz erkämpft.

"Er hat sich bei uns hervorragend weiterentwickelt, jetzt steht er vor der nächsten Herausforderung", sagte Austria-AG-Vorstand Thomas Parits, der für den Abgang vorerst keinen Ersatz suchen wird. "Wir verlieren zwar einen extrem wertvollen Spieler, haben aber einen sehr gut besetzten Kader und mit Alexander Grünwald vom SC Wiener Neustadt in der Sommerpause bereits vorgebaut. Deswegen werden wir auf dem Transfermarkt auch nicht mehr reagieren", erklärte der Ex-Teamspieler.

Die Mainzer sind von Baumgartlinger überzeugt. "Wir sind sehr froh, dass wir ihn für uns gewinnen konnten. Er ist ein junger, entwicklungsfähiger Spieler, der uns mit seinen fußballerischen Fähigkeiten, aber auch als Typ überzeugt hat. Er verfügt trotz seines noch jungen Alters über die Qualitäten eines Führungsspielers", lobte Mainz-Manager Christian Heidel den 13-fachen ÖFB-Teamspieler.

"Er passt perfekt zu uns"

Auch der Trainer streute seinem neuen Schützling Blumen. "Er passt perfekt zu uns. Er hat uns mit seiner Power, seiner Aggressivität und Laufbereitschaft beeindruckt, darüber hinaus verfügt er über ein großes strategisches Talent. Er wird mit seinen Fähigkeiten das Niveau unserer Mannschaft weiter anheben", meinte Thomas Tuchel, der seinen Zugang im Mittelfeld für das Zentrum oder auf den Halbpositionen vorgesehen hat.

Baumgartlinger reiste noch am (heutigen) Dienstag aus dem Trainingslager in Flachau zu den medizinischen Test nach Mainz ab. Läuft alles planmäßig, wird der "Wuschelkopf" am 7. Juli mit den Rheinhessen in den Heimatort von Ex-Skistar Hermann Maier zurückkehren. Dann bezieht er nämlich mit seinem neuen Arbeitgeber dort im Hotel Lacknerhof ein Trainingslager, wo die Deutschen schon seit einigen Jahren Stammgäste sind.

Serbischer Stürmer als Gast

Indes testet die Austria Danijel Aleksic. Der 20-jährige Stürmer aus Serbien wird zwei Tage mittrainieren sowie versuchen, am Mittwoch im Testspiel gegen Rapid Bukarest (15 Uhr in Zell am See) seine Visitenkarte abzugeben. Aleksic steht bei CFC Genua unter Vertrag und wurde in der vergangenen Saison an die SpVgg Greuther Fürth in die zweite Deutsche Bundesliga verliehen.(APA)