Die Bedeutung der Elektromobilität für den österreichischen Wirtschaftsstandort betont Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner in einer Aussendung. Eine von Wirtschaftsministerium, Wirtschaftskammer Österreich und Industriellenvereinigung beim Fraunhofer-Institut und dem Institut für Fahrzeugantriebe & Automobiltechnik der TU Wien in Auftrag gegebene Studie über die Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale der Elektromobilität bescheinigt der neuen Technologie bei Ausnützung aller Potenziale bis 2030 die Schaffung von 57.100 neuen Arbeitsplätzen und eine zusätzliche Wertschöpfung von 3,8 Milliarden Euro.

"Mit dem Ausbau der Elektromobilität reduzieren wir nicht nur unsere Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen, sondern schaffen auch neue Perspektiven für Österreichs Automobilzulieferer, die Elektro- und Elektronikindustrie und die Energieversorger. Damit treiben wir die Umstrukturierung der heimischen Wirtschaft voran, ohne dass die derzeitigen Kernkompetenzen und damit Arbeitsplätze verloren gehen. Gleichzeitig partizipieren wir an den globalen Technologiemärkten der Zukunft", so Mitterlehner. Das Ziel: 250.000 Elektrofahrzeuge bis 2020.

Um die Entwicklung voran zu treiben, engagiert sich das Wirtschaftsministerium auf EU-Ebene in der High Level Group Cars 21 bei der Etablierung gemeinsamer Standards und unterstützt Innovationen österreichischer Unternehmen über seine Tochtergesellschaften aws und FFG mit Finanzierungen, Haftungen und Forschungsförderungen für den gesamten Innovationszyklus, und insbesondere bei der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft.

Chancen für KMU

"Das Thema Elektromobilität biete vor allem für KMU Chancen. Im Mechatronikgewerbe, bei Recyclingbetrieben, aber auch bei Softwareherstellern für Abrechnungssysteme sowie in der Kfz-Branche mit Mietwagenfirmen und dem Reparaturgewerbe tut sich für KMU vieles auf", wie der Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik der Wirtschaftskammer Österreich, Stephan Schwarzer, anlässlich der Studienpräsentation betonte. Denn Klein- und Mittelbetriebe spielten aufgrund ihrer Fähigkeit, sich rasch auf neue Situationen einzustellen, eine zentrale Rolle als Innovatoren.

Aufgrund der indirekten Beschäftigungswirkung werden bis zu 33.300 Arbeitsplätze, somit mehr als die Hälfte aller zusätzlichen 57.100 Arbeitsplätze, durch die Entwicklungen in der E-Mobilität entstehen, vor allem in KMU zu finden sein, so die Prognose. Darüber hinaus seien noch Potenziale in neuen Geschäftsfeldern zu erwarten, die in der vorliegenden Studie noch nicht quantifiziert werden konnten. (red, derStandard.at)