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Elektromobilität lässt den Bedarf an Seltenen Erden steigen.

Foto: Reuters

Tokio - Ein riesiges Vorkommen von Seltenen Erden ist einem Zeitungsbericht zufolge auf dem Meeresboden des Pazifiks entdeckt worden. Wie die Zeitung "Nikkei" am Montag unter Berufung auf eine Studie japanischer Forscher berichtet, wird die Lagerstätte auf rund 100 Milliarden Tonnen geschätzt. Die begehrten Metalle sollen sich in einer Tiefe von 3500 bis 6000 Meter befinden und ein Gebiet von mehr als elf Millionen Quadratmeter umfassen.

Begehrte High-Tech-Rohstoffe

Die High-Tech-Industrie braucht die Rohstoffe zur Herstellung von Mobiltelefonen, Elektroautos oder auch Solarzellen. Allerdings sind die Vorkommen knapp. Derzeit dominiert China den Markt. Das Land besitzt rund 30 Prozent der weltweiten Reserven. Aber nach einem Preisverfall Anfang der 90er-Jahre ist es Monopolist. Damals verzichteten nämlich viele Produzenten wegen mangelnder Gewinnaussichten auf die Förderung.

Die derzeit wichtigsten Förderprojekte sind in Australien und den USA in Planung. Beide Projekte gemeinsam sollen es auf eine Produktion von 62.000 Tonnen bringen. China brachte es im vergangen Jahr auf fast 130.000 Tonnen und exportierte rund 89.200 Tonnen.

Die Preise für die leichten seltenen Erden haben sich seit Jahresanfang im Schnitt verdreifacht, die für schwere verfünffacht. (Reuters/red)