Wien - Die Ölpreise haben am frühen Mittwochnachmittag ohne klare Richtung gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August 97,51 Dollar und damit 0,08 Prozent mehr als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 117,28 Dollar um 0,40 Prozent tiefer gehandelt.

Die Ölpreise stehen weiter unter dem Eindruck der Europäischen Schuldenkrise sowie den damit verbundenen Schwankungen an den Devisenmärkten. Nachdem der Dollar gegenüber dem Euro zuletzt klar an Terrain gewonnen hatte, drückte dies auf die Ölpreise. Als Belastungsfaktor galt auch die Abwärtsrevision der Nachfrageprognosen durch die US-Energiebehörde EIA und durch die OPEC.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.571,50 Dollar und damit klar höher zum Dienstagvormittags-Fixing von 1.544,50 Dollar. Nachdem am Dienstagabend die Ratingagentur Moody's die Bonitätsnote Irlands auf "Ramschstatus" abgestuft hatte, zeigte sich vor allem Gold stark. Die Unsicherheit an den Finanzmärkten schafft gute Nachfrage nach dem Edelmetall, das als sichere Anlagezuflucht gilt. Im aktuell schwachen Euro gemessen erreichte der Goldpreis ein neues Allzeithoch, aber auch in Dollar notiert Gold nahe dem Rekordwert von 1.577 Dollar.

Die Industriemetalle profitierten vor allem von den robusten Konjunkturdaten aus China. Das BIP-Wachstum hat sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weniger stark verlangsamt als prognostiziert, kommentieren die Experten der Commerzbank. Andererseits dürften die Daten aber auch eine weitere Straffung der Geldpolitik durch die chinesische Zentralbank bedeuten, so die Analysten. (APA)