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Man muss nicht Paul McCartney werden, nur weil man bei den Beatles war: Ringo, sympathisch.

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Salzburg/Wien - Den Salzburger Flughafen kennt Ringo Starr seit 1965. Damals landete er mit den Beatles in der Mozartstadt, um in Obertauern Szenen für ihren Film Help! zu drehen. Jetzt kommt der 71-jährige Schlagzeuger und Sänger samt All Starr Band für zwei Konzerte nach Österreich. Am Donnerstag spielt er in Salzburg, am Sonntag in Wien.

In der Richard-Lester-Komödie Help! wird Ringo Starr wegen eines "heiligen" Rings von Priestern eines orientalischen Ordens durch die halbe Welt gejagt. Eine James-Bond-Parodie, deren Handlung einerseits von Ringos Spitznamen inspiriert war, den er seinem Faible für Fingerschmuck verdankte, die aber andererseits auch die Phase der Beatles vorwegnimmt, als sie beim indischen Maharishi Mahesh Yogi einkehrten, um das Meditieren zu erlernen.

Für den bodenständigen Kumpeltypen, der sich früher als Hilfsarbeiter verdingte, war das nichts. Seine Erholung fand er früh hinter dem Schlagzeug der Rock-'n'-Roll-Combo Rory Storm And The Hurricanes. Als diese in Hamburg gastierten, lernte Starkey die Beatles kennen, Mitte 1962 ersetzte er deren ursprünglichen Drummer Pete Best.

Ein solider Handwerker an seinem Instrument ist er bis heute geblieben, nötig hat er das Tour-Körberlgeld nicht, aber seit 1989 betreibt er mit alten Weggefährten und Rockdinosauriern die All Starr Band. Aktuell gehören etwa Hang on Sloopy- und Hardrockgitarrist Rick Derringer, White-Trash-Keyboarder Edgar Winter (dessen Frankenstein 1973 die Discos rockte) oder Gary Wright (früher bei Spooky Tooth) zum Septett.

Wie üblich drängt sich Ringo nicht ins Scheinwerferlicht, alle alten Helden dürfen ihre persönlichen Hits spielen und singen. Nur für Yellow Submarine und With A Little Help From My Friends wechselt er in den Bühnenvordergrund ans Gesangsmikro. (Gerhard Dorfi//DER STANDARD, Printausgabe, 13. 7. 2011)