Anwesend sind Frauen aus Russland, der Ukraine, aus Norwegen und aus Österreich.

Das in Brandenburg gelegene Ravensbrück war das einzige große KZ auf deutschem Gebiet, das als sogenannten "Schutzhaftlager" für Frauen bestimmt war. Im Frühjahr 1939 wurden die ersten weiblichen Häftlinge nach Ravensbrück gebracht. Es erfuhr ständig Erweiterungen, so wurde ihm 1941 ein Männerlager angegliedert, 1942 entstand in unmittelbarer Nähe das Jugendlager Uckermark, Produktionsstätten wurden errichtet. In den schließlich mehr als 70 Nebenlagern des Stammlagers wurden Frauen für die Kriegsproduktion ausgebeutet.

Zwischen 1939 und 1945 sind 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche des "Jugendschutzlagers Uckermark" als Häftlinge registriert worden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 40 Ländern. Ende 1944 wurde eine Gaskammer errichtet, zwischen 5.000 und 6.000 Häftlinge wurden vergast. Kurz vor Ende des Krieges wurde ein Teil der Häftlinge durch internationale Organisationen in die Schweiz und nach Schweden gebracht. Zehntausende der im Lager verbliebenen Frauen wurden von der SS in "Todesmärschen" Richtung Westen getrieben. Am 30. April 1945 befreite die Rote Armee etwas 3.000 zurückgelassene Kranke. (red)