Warschau - Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hat am Donnerstag in Warschau eine zweitägige Konferenz über die Verwaltung der so genannten polnischen Zone im Irak begonnen. Polen, das voraussichtlich zwischen 1.500 und 2.000 Soldaten in den Irak schicken wird, ist auf Unterstützung anderer Staaten angewiesen. Während die NATO bisher logistische Hilfe zugesagt hat, deutete der polnische Verteidigungsminister Jerzy Szmajdzinski an, darüber hinaus hätten "einige Dutzend" Staaten ihre Mitwirkung angekündigt.

Inoffiziell war davon die Rede, dass Polen vor allem auf andere europäische Länder setzt. Demnach gilt eine Beteiligung der Ukraine mit bis zu 2.000 Soldaten als wahrscheinlich. Auch Litauen, Bulgarien, Rumänien und Albanien wurden in der Diskussion wiederholt genannt, außerdem Spanien.

Der Einsatz der Polen im Irak könne von längerer Dauer sein als das zunächst geplante Jahr, sagte Marek Siwiec, Leiter des Büros für Nationale Sicherheit in Warschau, in einem am Donnerstag in der Zeitung "Rzeczpospolita" veröffentlichten Interview. "Ich mache mich allmählich mit dem Gedanken vertraut, dass es länger als fünf Jahre dauern könnte", sagte er. (APA/dpa)