Der SARS-Ausbruch hat nun auch Auswirkungen auf Investitionsentscheidungen taiwanesischer Netzwerkausrüster. Wie der asiatische IT-Dienst DigiTimes berichtet, schieben die Unternehmen Investitionen auf dem chinesischen Festland hinaus. So hat Abocom Systems seine Pläne zur Errichtung einer Produktionsanlage in Shaoxing in der Provinz Zhejiang vorerst auf Eis gelegt. "Der Ausbruch der Lungenseuche SARS hat den ganzen lokalen Markt förmlich paralysiert und niemand ist in der Stimmung, seinen Geschäften nachzugehen", begründete Abocom-Systems-Präsident Eric Oh-Yang diesen Schritt.

Verschoben

Auch die taiwanesischen Produzenten von WLAN-Equipment sind angesichts von SARS vorsichtig geworden. CyberTAN Technology hat seine Absicht, in der Provinz Jiangsu ein R&D-Team zu etablieren, vorerst hintangestellt. Unberührt bleiben vorerst die Pläne, eine zweite Produktionsstätte in China zu errichten. Bis zum dritten Quartal sollen, allen SARS-Widrigkeiten zum Trotz, rund 70 Prozent der Produkte auf dem Festland erzeugt werden. Derzeit sind es laut Aussagen von CyberTAN-Präsident Frank Jiang lediglich 20 Prozent.

Verlegung

GemTek Technology , ein weiterer taiwanesischer WLAN-Equipment-Produzent, will wiederum den Produktionsstart in seiner neuen Fabrik in der Provinz Jiangsu verschieben. Die Fabrik sollte ursprünglich den lokalen chinesischen Markt bedienen und darüber hinaus Mini-PCI WLAN-Module für internationale Notebook-Produzenten liefern. (pte)