Washington - Wegen angeblicher Unterstützung beim Ausbau des iranischen Raketenarsenals haben die USA Sanktionen gegen zwei große Rüstungskonzerne aus China und dem Iran verhängt. Alle bestehenden Verträge zwischen der US-Regierung und dem chinesischen Waffenhersteller NORINCO und dem führenden iranischen Raketenhersteller Shahid Hemmat müssten aufgehoben werden, teilte das US-Außenministerium am Donnerstag in Washington mit. Die US-Hilfen für die Konzerne seien zu beenden und alle Import-Export-Lizenzen für Geschäfte mit den USA zu widerrufen. Den beiden Waffenkonzernen und ihren Filialen wird zudem der Verkauf ihre Rüstungsgüter in den USA untersagt.

Sanktionen bereits unter Clinton

Die US-Regierung habe die Strafmaßnahmen beschlossen, weil die Firmen zu den Bemühungen des Iran beitrügen, Raketen zu nutzen oder zu erlangen, die als Massenvernichtungswaffen dienen könnten, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Die Maßnahmen seien zunächst zwei Jahre in Kraft. NORINCO, ein Hauptausrüster der chinesischen Volksbefreiungsarmee, exportierte in großem Umfang Jagdgewehre und andere Schusswaffen in die USA. Dem iranischen Konzern Shahid Hemmat warfen die USA schon früher vor, Raketentechnologie mit Nordkorea auszutauschen. Bereits unter dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton waren Sanktionen gegen die Firma verhängt worden. (APA/AFP)