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Karl Habsburg, hier bei der Stimmabgabe zur EU-Wahl im Juni 1999, spürt den politischen Virus.

Foto: APA/Neumayr

Wien - Karl Habsburg, ältester Sohn des vor einer Woche verstorbenen Otto Habsburg und ehemaliger EU-Abgeordneter für die ÖVP, schließt eine Rückkehr in die Politik nicht aus: "Das Kapitel ist für mich sicher nicht abgeschlossen. Jeder Mensch, der politisch interessiert ist und diesen Virus hat - ich habe ihn zweifellos auch - möchte gerne seine Ideen und Ideale umsetzen", meinte Karl Habsburg in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe der Wochenzeitschrift "News". Momentan sei das für ihn aber "nicht realistisch".

Ehemaliger EU-Abgeordneter

Karl Habsburg saß von 1996 bis 1999 für die ÖVP im EU-Parlament, dann stolperte er über den "World Vision"-Spendenskandal. Er schaffte daraufhin mit einer eigenen Liste den Einzug ins Europäische Parlament nicht.

Der Name Habsburg sei "eine Marke, die für den großen europäischen Geist steht, der auch jene Bereiche umfasst, die heute noch nicht dazu gehören. Eine Marke, die eine politische und konservative Ausrichtung hat, ganz klar", wird Karl Habsburg nun zitiert. Auch in der nächsten Habsburger-Generation sieht er schon "politische Interessen heranwachsen". (APA)