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Sir Paul Stephenson bei der Anhörung vor dem Parlamentsausschuss.

Foto: EPA/PA WIRE

London - Der zurückgetretene Chef von Scotland Yard Sir Paul Stephenson hat am Dienstag den Reigen der Aussagen vor Parlamentsausschüssen zur britischen Abhöraffäre um das Medienimperium von Rupert Murdoch eröffnet. Er habe Schaden von seiner Behörde abwenden wollen, die sich auf die Sicherung der Olympischen Spiele 2012 in London vorbereiten müsse, sagte Sir Paul Stephenson. Am Nachmittag wird die Aussage von Rupert Murdoch und dessen Sohn James vor einem weiteren Parlamentsausschuss erwartet.

Stephenson war vorgeworfen worden, er habe sich einen Kuraufenthalt für sich und seine Ehefrau zum Teil bezahlen lassen. Für die Kureinrichtung hat auch der ehemalige "News-of-the-World"-Journalist Neil Wallis gearbeitet. Wallis war auch von Scotland Yard als PR-Berater engagiert.

Stephenson zog - wie bereits bei seinem Rücktritt am Sonntag - erneut den Vergleich zu Premierminister David Cameron, der mit seinem früheren Kommunikationsberater Andy Coulson ebenfalls einen "News-of-the-World"-Journalisten angestellt hatte. Coulson sei wegen seines Rücktritts als Chefredakteur der Zeitung 2007 bereits mit dem Abhörskandal in Verbindung gebracht worden. Das habe für Wallis zum damaligen Zeitpunkt nicht zugetroffen. (APA)