Bild nicht mehr verfügbar.

Grünen-Abgeordnete Judith Schwentner befürchtet, dass Schwangere aufgrund der verschärften Lage vermehrt in Krankenstand gehen oder finanzielle Nachteile auf sich nehmen.

Foto: APA / BARBARA GINDL

Wien - Österreichs Schwangere kriegen immer seltener eine Freistellung nach dem Mutterschutzgesetz. Ein Erlass des Sozialministeriums hatte mit Jänner 2011 strengere Regeln durchgesetzt - die sich in Zahlen niederschlagen.

Laut einer Anfrage der Grünen erhielten im ersten Quartal 2010 noch 1092 Frauen eine Freistellung, ein Jahr darauf waren es nur noch 316. "Diese Entwicklung ist höchst fragwürdig", sagt Grünen-Abgeordnete Judith Schwentner zum Standard. Sie befürchtet, dass Schwangere aufgrund der verschärften Lage nun vermehrt in Krankenstand gehen und gesundheitliche Risiken und finanzielle Nachteile auf sich nehmen.

Als Grund für die Verschärfung sieht Schwentner in erster Linie Sparmaßnahmen. Schwangere dürfen ab acht Wochen vor dem Entbindungstermin nicht mehr arbeiten. Wenn für die Frau oder das Ungeborene Gefahr für Leben oder Gesundheit besteht, kann mittels ärztlicher Bestätigung früher freigestellt werden. (nik, DER STANDARD/Printausgabe 22.7.2011)