Teheran - Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi hat sich für eine Normalisierung der Beziehungen mit den USA ausgesprochen. Voraussetzung für einen "Dialog auf Augenhöhe" sei allerdings, dass Washington keine Vorbedingungen stelle und die "Rechte des iranischen Volkes" anerkenne, sagte der Minister am Freitag der amtlichen Nachrichtenagentur Irna.

Auch das iranische Atomprogramm könne kein Hindernis für die Aufnahme beiderseitiger Beziehungen sein, fügte Salehi hinzu. Keine Meinungsverschiedenheit dauere ewig und eines Tages werde auch der Zwist über das Atomprogramm beigelegt sein. Teheran sei bereit zu Verhandlungen, werde sich aber andererseits der Politik von Druck und Sanktionen seitens des Westens nicht beugen.

Die Beziehungen zwischen dem Iran und den USA sind seit dem Sturz des Schahs 1979 gespannt. Beide Länder unterhalten seitdem keine diplomatischen Beziehungen mehr zueinander. Die USA und andere westliche Länder verdächtigen die Führung der Islamischen Republik, mit ihrem Nuklearprogramm den Bau von Atomwaffen anzustreben, was Teheran bestreitet. (APA)