Wien - Wegen der Unruhen im arabischen Raum ist die Gesamtproduktion der OMV im zweiten Quartal weiter zurückgegangen. Gegenüber dem Vorquartal sank die Produktion um ein Zehntel von 304.000 auf 275.000 boe/d (Barrel Öläquivalente pro Tag), im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 betrug der Rückgang fast 14 Prozent. Das gab das börsenotierte Unternehmen am Freitag in seinem "Trading Statement" für das zweite Quartal 2011 bekannt.

Die Kämpfe und Unruhen in Libyen und im Jemen haben zu einem Rückgang der Ölproduktion um 24.000 bbl/d (Barrel pro Tag) im Vergleich zum Vorquartal und um 39.400 bbl/d im Jahresabstand geführt. Die Export-Pipeline im Jemen, die im ersten Quartal durch einen Anschlag beschädigt wurde, konnte im Juli 2011 repariert werden. Die Wiederaufnahme der Produktion könne jedoch noch einige Zeit dauern, heißt es in dem Statement.

Die Raffineriemargen haben sich im zweiten Quartal im Jahresabstand auf 1,51 (nach 3,39 Dollar) mehr als halbiert. Das Quartalsergebnis war durch den gegenüber dem Euro schwächeren Dollar belastet, weil der Ölpreis-Anstieg in Euro deutlich geringer ausfiel als in Dollar. Die Explorationsaufwendungen lagen um rund 125 Mio. Euro höher als im ersten Quartal 2011, vor allem auf Grund der Abschreibung unergiebiger Bohrungen in Großbritannien und Australien sowie einer Explorationslizenz in Kasachstan, die zum Teil als Sonderaufwand ausgewiesen wurde. Ihren kompletten Halbjahresabschluss wird die OMV am 10. August veröffentlichen.

Im Gasgeschäft konnte die OMV im zweiten Quartal mit 4,69 Milliarden Kubikmetern um 43 Prozent mehr absetzen als im Zeitraum April bis Juni 2010. Der Beitrag der Rumänien-Tochter OMV betrug 1,05 Mrd. Kubikmeter (Q2/10: 0,89 Mrd. m3). (APA)