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Die Insel Utøya bei Oslo

Foto: AP/Tur

Oslo – Ein Jugend-Sommerlager der norwegischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei ist am Freitag unter Beschuss genommen worden. Norwegischen Medien zufolge gab auf der Insel Utøya ein als Polizist verkleideter Mann zahlreiche Schüsse ab. Ein Augenzeuge berichtete dem Sender NRK jedoch, er habe mehr als zwanzig Tote gesehen. Der Sender betont, dass diese Zahlen nicht bestätigt sind. Auch die Polizei wollte diese Angaben nicht bestätigen. Andere Quellen sprachen sogar von 25 bis dreißig Toten. Laut Polizei sind zehn Menschen getötet worden. Das sagte ein Polizeisprecher in Oslo. Die Polizei gehe davon aus, dass der Schütze auch mit den Anschlägen im Osloer Regierungsviertel zu tun habe.

Ministerpräsident Jens Stoltenberg sollte seinem Büro zufolge an dem Treffen teilnehmen. Laut offiziellem Programm war seine Teilnahme aber erst für den morgigen Samstag angekündigt.

"Ernste Lage"

Stoltenberg hat im Sender TV2 gesagt, es gebe in dem Ferienlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF auf der Insel Utøya im Bezirk Buskerud mit 700 Personen "eine ernste Lage". Die Jugendorganisation AUF der regierenden Sozialdemokraten hält auf der kleinen Insel in einem Fjord nordöstlich von Oslo derzeit ihr traditionelles Sommerlager mit bis zu 700 Teilnehmern ab. (APA)