Die Vienna Insurance Group (VIG) soll in Rumänien von einem - mittlerweile ehemaligen - Chef der Versicherungstochter Omniasig um Millionen gebracht worden sein, berichten rumänische Medien sowie der "Falter" in der aktuellen Ausgabe. Demnach soll Constantin T. mit überhöhten Rechnungen für Leistungen von eigenen Firmen an die VIG-Töchter in die eigene Tasche gewirtschaftet haben, so lauten die Vorwürfe.

Dem "Falter" zufolge muss sein Handeln "mit der VIG-Spitze abgestimmt gewesen sein - oder dieser zumindest bekannt". Dennoch hätten die VIG-Länderverantwortlichen für Rumänien, die Vorstände Franz Fuchs und sein Vorgänger Peter Höfinger, nichts dagegen unternommen. Anfang August solle T. von der VIG sogar "mit allen Ehren" verabschiedet werden, so der "Falter".

Vom Unternehmen wird das alles entschieden zurückgewiesen: VIG-Manager Rudolf Ertl sagte zur Wiener Wochenzeitung, die Vorwürfe seien "vollkommen unrichtig, es hat offensichtlich keine Malversationen gegeben". Auch der ehemalige rumänische VIG-Manager wies jede Schuld zurück.

dDie VIG ist aber auch wirtschaftlich in Rumänien unter Druck geraten: Im ersten Quartal rutschte der Versicherer mit einem Verlust von fünf Millionen Euro in die Verlustzone, während im ersten Quartal 2010 ein Gewinn von 7,4 Mio. Euro erzielt wurde. Die Einnahmen gingen um 2 Prozent auf 144,5 Mio. Euro zurück, und die Combined Ratio lag bei "sehr unbefriedigenden" 110 Prozent, so die Quartalsmitteilung. Vertreten ist die VIG in Rumänien mit vier Gesellschaften: Neben der Omniasig auch mit Asirom sowie der BCR Leben und BCR Sach. (red/APA)