Berlin - Ab 1. September ist auf den deutschen Autobahnen eine Lkw-Maut fällig: Einen Tag nach dem Bundestag billigte am Freitag auch der Bundesrat den Bund-Länder-Kompromiss zu der Abgabe. Danach müssen alle Lastwagen zunächst 12,4 Cent pro Kilometer zahlen. Die Maut soll später schrittweise auf 15 Cent angehoben werden. Die Einnahmen fließen in die Verkehrsinfrastruktur.

Die kommende Mautpflicht auf deutschen Autobahnen gilt für alle Lastwagen ab zwölf Tonnen zulässiges Gesamtgewicht. Der Betrag von 12,4 Cent pro Kilometer ist ein Durchschnittswert. Schwere "Stinker" zahlen mehr als leichte, abgasarme Lastwagen. In einem zweiten Schritt steigt die Maut voraussichtlich im kommenden Jahr auf durchschnittlich 15 Cent. Im Gegenzug wird das deutsche Transportgewerbe entlastet, unter anderem bei der Mineralöl- und bei der Kraftfahrzeugsteuer.

Berechnet wird die Gebühr mit Hilfe eines satelliten-gestützten Erfassungssystems. Mit einem Gerät in der Größe eines Autoradios im Lastwagen kann die Maut auf den Kilometer genau abgerechnet werden. Das System basiert auf der Kombination aus Mobilfunk und dem via Satellit laufenden Global Positioning System (GPS). Wenn sich der Lastwagen in Bewegung setzt, wird automatisch registriert, wo er sich befindet und wie viele Autobahn-Kilometer er zurücklegt. (APA)