Edinburgh/Stockholm - Die Suche nach den vermuteten großen Erdölvorkommen westlich von Grönland ist auch im heurigen Sommer bisher erfolglos geblieben; und allzu lange dauert er nicht mehr. Die schottische Cairn Energy, die derzeit in der polaren Meeresregion aktiv ist, gab am Mittwoch die endgültige Aufgabe eines Bohrlochs sowie die vorläufige Einstellung der Arbeiten an einem weiteren bekannt. Bis Ende der Saison im September oder Oktober will das Unternehmen aber noch zwei weitere Probebohrungen durchführen.

Cairn-Energy-Chef Simon Thomson blieb angesichts des ausbleibenden Erfolges des mehrere Hundert Millionen Euro teuren Projekts vorerst gelassen. Er schrieb in der Aussendung vom Mittwoch, man sei "weiter optimistisch" und durch neue Hinweise auf mögliche Vorkommen in dem Meeresteil "ermutigt".

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte sowohl im heurigen Frühjahr als auch vergangenen Sommer in Form von Bohrinsel-Besetzungsaktionen gegen die von vielen als ökologisch besonders riskant eingestufte Erdölsuche bei Grönland protestiert. (APA/red)