Bild nicht mehr verfügbar.

Erfahrener Mann im All: Sergej Wolkow

Foto: REUTERS/Sergei Remezov

Houston - Dem letzten Space Shuttle hat man zwar bereits traurig nachgewunken - nichtsdestotrotz ist an der Internationalen Weltraumstation weiterhin allerhand zu tun. So stand heute ein Außeneinsatz an: Die beiden Kosmonauten Sergej Wolkow und Alexander Michailowitsch Samokutajew sollten gegen 16.30 Uhr in russischen "Orlan-MK"-Weltraumanzügen aus der ISS aussteigen und für etwa vier Stunden an der Außenhülle arbeiten. Der live per NASA TV übertragene Einsatz begann dann 20 Minuten später als geplant.

Auf dem Programm standen mehrere Punkte: Zum einen sollten am russischen Wohn- und Navigationsmodul "Swesda" neue Ausrüstung für die Laserkommunikation installiert und eine Rendezvous-Antenne geborgen werden. Außerdem sollte ein Ausleger umplatziert werden, um künftige Außeneinsätze zu erleichtern. Für Samokutajew ist es der erste Einsatz dieser Art. Wolkow hingegen - wenn auch jünger an Jahren - ist ein wahrer ISS-Veteran. Er absolviert derzeit bereits seinen zweiten Langzeitaufenthalt im Orbit und hat auch bereits zwei Außeneinsätze hinter sich.

Trotzdem kam es zu einer Panne: Es galt nämlich auch einen kleinen Satelliten auszusetzen, der einen Radiosender enthält und Teil eines Experiments von Studierenden ist. "Kedr" soll im Rahmen eines UNESCO-Programms Grußbotschaften in 15 Sprachen ausstrahlen. Er ist nach dem gleichnamigen Funk-Code des Kosmonauten Juri Gagarin benannt. Die beiden Kosmonauten konnten den Satelliten zunächst aber wegen Problemen mit einer Antenne nicht in Betrieb setzen. Wolkow und Samokutjajew verschoben das Manöver deshalb vorerst. Unklar blieb zunächst, ob sie noch während des aktuellen Einsatzes zur Arbeit an dem 30 Kilogramm schweren Satelliten zurückkehren können. (red)