Bremerhaven - Kalkalgen im Meer reagieren offenbar stärker auf die vom Menschen verursachten Kohlendioxid-Emissionen als bisher vermutet. Das hat die Studie einer internationalen Wissenschaftergruppe ergeben, an der auch das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut (AWI) beteiligt ist. Über ihre Arbeit berichten die Experten in der britischen Wissenschaftszeitschrift "Nature".

Kalkalgen sind photoautotrophe, also die Lichtenergie nutzende Meeresbewohner, die ein kugelförmiges Außenskelett bilden. In ihrer Studie konnten die Forscher nachweisen, dass dieses Skelett durch die Versauerung der Ozeane dünner ausgebildet wird. Was nicht nur die Organismen selbst betrifft, sondern in Summe auch eine Auswirkung auf das Ökosystem hat: Dünnere Skelette können weniger Kohlenstoff binden.

Welchen Effekt diese Störung auf den globalen Kohlenstoff-Kreislauf hat, sei noch ungewiss, sagten die Forscher. (APA/red)