HTC Cha Cha

Foto: HTC

Claude Zellweger: "Wer ein Smartphone designen kann, kann alles designen."

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Design hat für HTC einen hohen Stellenwert

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Innerhalb weniger Jahre mauserte sich HTC aus Taiwan vom namenlosen Produzenten im Auftrag großer internationaler Konzerne zu einem führenden Handyhersteller. Vergangenes Jahr hat das Unternehmen großen Konkurrenten wie Apple, Nokia oder Samsung Anteile abgejagt. Insgesamt verkaufte HTC 2010 25 Millionen Smartphones.

Stolzes Wachstum

Auch heuer ist HTC auf rasanten Wachstumskurs. HTC hat allein im zweiten Quartal dieses Jahres 12,1 Millionen Mobiltelefone verkauft, ein Plus von 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Der Umsatz des Herstellers stieg im Zeitraum April bis Juni auf 124,4 Milliarden Taiwan-Dollar (3 Milliarden Euro). Der Gewinn nach Steuern lag mit 17,52 Milliarden Taiwan-Dollar (422 Millionen Euro) 103 Prozent über dem Profit des zweiten Quartals 2010. Der durchschnittliche Verkaufspreis wuchs um 2,6 Prozent auf 349 Dollar. 

Design und Android

HTC baut auf sein bewährtes Erfolgsrezept: Smartphones mit schickem Design und Betriebssystem Android. Design hat für HTC einen hohen Stellenwert, erzählt Claude Zellweger, der Chefdesigner des Unternehmens. Seine in San Francisco beheimatete Designschmiede „One & Co" wurde 2008 von HTC übernommen, nachdem sie das „HTC Touch Diamond" kreierte. Auszeichnungen und zusätzliche Medienpräsenz bestätigen den von HTC eingeschlagenen Weg. Das Design von Smartphone sieht Zellweger als die „Königklasse" für Industriedesign. .„Wer ein Smartphone designen kann, kann alles designen." Das Display beherrscht alles, und gewährt nur wenig Spielraum.

"Facebook-Knopf"

„Menschen wollen unterscheidbar sein", so Zellweger. Der aktuelle Designtrend heißt, neben einer immer besseren Verarbeitung der Geräte, daher „Personalisierung." Umgesetzt wurde dieser Trend mit dem HTC Cha Cha.
Damit setzt man voll und ganz auf Facebook. Das Smartphone hat einen eigenen "Facebook-Knopf", der bei allen möglichen Gelegenheiten blinkt: Ein mit der Handykamera geschossenes Foto kann so mit einem Klick auf Facebook gestellt werden, ebenso können Links einfach mit den (virtuellen) Freunden geteilt werden. 

Biegsame Displays


Künftige Smartphones werden ihre „Geschäftsweltaura" verlieren. Zellweger sieht die Entwicklung Richtung biegsame Displays, neue Materialien und neue Formen gehen. (sum)