EBrüssel - Am selben Tag, an dem Russland die Importverbote für Gemüse aus dem EU-Raum wieder aufgehoben hat, hat die EU-Kommission weitere zwölf Millionen Euro zur Erforschung des EHEC-Erregers bereitgestellt, der in den vergangenen Monaten Experten wie Konsmenten aufgescheucht hatte. Wie die Brüsseler Behörde mitteilte, wird im Herbst ein grenzüberschreitendes Konsortium mit der Bezeichnung "Antigone" Forschungsarbeiten mit dem Ziel aufnehmen, ein möglichst umfassendes wissenschaftliches Bild des neuen Stamms von E. coli und einer Reihe anderer virulenter Krankheitserreger zu erarbeiten.

Die Mittel werden aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm bereitgestellt. Die Forschung werde sich auf Möglichkeiten zur Verhinderung künftiger Epidemien und zur Reaktion auf neue Ausbrüche konzentrieren, erklärte die EU-Kommission. Das Konsortium "Antigone" werde eng mit einem anderen, bereits früher zur Förderung ausgewählten Projekt - "Predemics" - zusammenarbeiten.

Nach Angaben der EU-Kommission haben sich fast 4.000 Menschen in Europa mit E.coli infiziert, wovon 46 starben. Die meisten Erkrankungsfälle gab es in Deutschland. Dort wurde der Ausbruch Ende Juli nach mehr als zwei Monaten für beendet erklärt. (APA/red)