Facebook Messenger zielt darauf ab, Nachrichten zwischen Facebook-Freunden schneller verschicken zu können.

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Unterhaltungen führen und Fotos teilen zwischen mehreren Freunden.

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Facebook präsentierte am Dienstag eine neue App für Android und iPhone, mit der man über Facebooks Nachrichtensystem Textnachrichten vom Smartphone abschicken kann. Damit erhält der Bereich zum Versenden von Nachrichten über das soziale Netzwerk seine eigene App: Facebook Messenger ermöglicht Gruppen-Chats zwischen einem oder mehreren Mitgliedern.

Foto- und Location-Sharing

Als Erweiterung des bestehenden Nachrichtensystems bietet die App einige neue Features wie das Anzeigen des Standortes von Freunden auf einer Landkarte. Fotos schicken kann man untereinander ebenfalls. Wer die App installiert hat, erhält die Nachrichten via Push. Alle anderen werden per SMS, Facebook Chat oder den Nachrichten-Kanal "Messages" informiert.

Konkurrenz für Apples iMessage

Mit Facebook Messenger will das soziale Netzwerk den Nutzer dazu verführen, den Weg der etablierten SMS zu verlassen und auch Apples iMessage Konkurrenz machen. Anfang Juni hatte Apple mit iMessage ein verwandtes System angekündigt, mit dem iOS-Nutzer untereinander kostenfrei Fotos und Nachrichten verschicken können. Der Start ist gemeinsam mit dem neuen Betriebssystem iOS 5 für Herbst geplant.

Kostenlose Alternative für SMS

Der Dienst ist somit eine kostenlose Alternative für SMS. Facebook reagiert damit offenbar auf ein vergleichbares Angebot des neuen Konkurrenten Google+. Der Internetriese hat in sein vor wenigen Wochen gestartetes soziales Netzwerk den Dienst Huddle eingebaut, der genauso wie der Facebook Messenger Nachrichten vom Smartphone an einen oder mehrere Empfänger erlaubt. Bei Facebook sind diese Kurzbotschaften allerdings in die normale Nachrichtenfunktion integriert, die auch E-Mails und normale Facebook-Nachrichten bündelt. Bei Google+ sind alle diese Dienste hingegen getrennt.

Facebook Messenger ist in den USA bereits verfügbar, wann die App in Europa zum Download bereit steht, ist noch unklar. (ez, derStandard.at, 10. August 2011)