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George Steiner hat dieses Jahr den Ludwig-Börne-Preis erhalten.

Foto: APA/ dpa/Boris Roessler
Frankfurt/Main - Der amerikanische Literaturwissenschaftler und Schriftsteller George Steiner hat am Sonntag in Frankfurt den mit 20.000 Euro dotierten Ludwig-Börne-Preis erhalten. "Er ist ein Meister des Wortes und einer der ganz wenigen Universalgelehrten unserer Zeit", sagte der diesjährige Juror, der deutsche Außenminister Joschka Fischer, in seiner Laudatio. Mit seiner sprachlichen und analytischen Brillanz zeige Steiner seine geistige Wahlverwandtschaft zu Ludwig Börne. Mit dem Börne-Preis werden herausragende Leistungen auf den Gebieten Essay, Kritik und Reportage ausgezeichnet. Schriftsteller, Literaturkritiker und Essayist Steiner wurde 1929 in Paris geboren. Er lehrt weltweit an Universitäten in Princeton, Cambridge, Yale, New York und Genf. Er arbeitet auch als Literaturkritiker und Essayist. Er beschäftigt sich in seinem Werk unter anderem mit der menschlichen Fähigkeit zu sprechen und zu schreiben, so zum Beispiel in dem 1967 erschienenen "Sprache und Schweigen". Zu seinen Themen gehören auch Religion, Musik, Malerei und Geschichte. Zuletzt erschien 2001 seine "Grammatik der Schöpfung". Vorgänger

Steiner ist der zehnte Träger des Ludwig-Börne-Preises. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der Musikkritiker Joachim Kaiser, "Spiegel"- Gründer Rudolf Augstein sowie der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger.

Die Schauspielerin Iris Berben erinnerte am Sonntag während der Feierstunde in der Paulskirche mit Texten von und über Ludwig Börne an den Namensgeber des seit 1993 vergebenen Preises. "Er war ein Prediger mit Witz, ein Weltverbesserer mit Humor (...) und ein toleranter Fanatiker", sagte sie. (APA/dpa)