Bild nicht mehr verfügbar.

Kartellbehörde nimmt Google genau unter die Lupe.

Foto: dapd

Die US-Wettbewerbsaufsichtsbehörde hat ihre Ermittlungen zu Googles Kernbereichen wie die Internet-Suche sowie das Betriebssystem Android ausgeweitet, berichtet das Wall Street Journal mit Berufung auf informierte Personen. Konkret soll die Frage geklärt werden, ob der Internetkonzern Bemühungen anstellt, die Herstellerfirmen seiner Android-Smartphones von einer Kooperation mit der Konkurrenz abhält.

Untersuchungsumfang unklar

Aus dem Bericht wird allerdings nicht ganz klar, ob sich die Untersuchung nur auf mobile Anwendungen wie Kartendienste oder auch andere mobile Betriebssysteme wie Windows Phone bezieht. Googles Geschäftspartner HTC produziert neben Android-Smartphones auch auf Windows Phone basierende Geräte. Zudem soll geprüft werden, ob Google eigene Produkte und Dienste in den Suchergebnissen besser platziere und von Konkurrenzfirmen gesammelte Daten wie Restaurantbewertungen unfair nutze. Spekuliert wird allerdings, dass es hauptsächlich um die Machtstellung Googles bei Internetsuche und Onlinewerbung gehe.

Einleitung der Untersuchungen Ende Juni

Google hatte Ende Juni bestätigt, dass sich US-Wettbewerbshüter an die Fersen des Unternehmens geheftet haben und die FTC eine offizielle Untersuchung eingeleitet hatte - der WebStandard berichtete.

Google dementiert

Ein offizielles Statement hat Google zur aktuellen Untersuchung nicht abgegeben. Man streitet aber alle Vorwürfe im Hinblick auf einen Verstoß gegen Kartellvereinbarungen und unfaire Geschäftspraktiken ab. (ez, derStandard.at, 11. August 2011)