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Rubikis bei der Pressekonferenz

Foto: APA/BARBARA GINDL

Salzburg -   in einem mehrstufigen Auswahlverfahren gekürt. Markus Hinterhäuser, Intendant der Salzburger Festspiele und Jury-Mitglied sagte am Donnerstag beim einem Pressegespräch, die Entscheidung für Rubikis sei intensiv diskutiert worden, dann aber einhellig gefallen. "Rubikis hat durch Technik, Musikalität, Ökonomie und Psychologie in der Probe sowie Charisma überzeugt. Zudem ist diese Entscheidung eine Art Karriere-Hochrechnung, das heißt: Was glaubt die Jury, von diesem Dirigenten in Zukunft erwarten zu können."

Insgesamt haben 50 Nachwuchsdirigenten ihre Videos geschickt. Drei wurden nach Lissabon ins "Young Conductors Finale" eingeladen und mussten mit einem Orchester Schönbergs "Vergangenes" und ein Stück aus dem klassisch-romantischen Repertoire erarbeiten, Ainars Rubikis überzeugte mit der Tragischen Ouvertüre von Brahms. Die neun-köpfige Jury steht unter der Schirmherrschaft von Pierre Boulez, Vorsitzender ist Franz Welser-Möst, die Musiker an seiner Seite sind Mitsuko Uchida und Markus Hinterhäuser. Die übrigen sechs Juroren kommen aus dem Musikmanagement.

Rubikis selbst bedankte sich bei der Pressekonferenz bei den Festspielen sowie der Jury und dem Sponsor Nestle für die 15.000 Euro Dotation und sagte, das Festspieldirigat mit dem Gustav Mahler Jugendorchester sei der für ihn wertvollste Teils des Preises. Das "Young Conductors Preisträger-Konzert" ist für den kommenden Samstag angesetzt, auf dem Programm in der Felsenreitschule stehen unter anderem "Der Feuervogel" von Strawinsky, das zweite Cellokonzert von Schostakowitsch sowie Werke von Britten und Debussy.

Ainars Rubikis ist in Riga geboren und hat im Vorjahr den Gustav Mahler Dirigentenwettbewerb in Bamberg gewonnen. 2010 dirigierte er in Lockenhaus sowie die Orchester von Liverpool, Duisburg, Budapest, oder Heidelberg. Demnächst wird er in Oslo, Brüssel, Hongkong sowie mit dem Gulbenkian Orchestra und der Kremerata Baltica debütieren.  (APA)