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Der einstige US-Börsenstar Madoff

Foto: EPA/Lane

Wien - Etappensieg für die Bank Austria in der Causa Madoff: Ein New Yorker Bezirksgericht hat laut Medienberichten eine Schadenersatzklage des Insolvenzverwalters Irving Picard abwiesen. Richter Jed Rakoff hat damit einem Antrag der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit stattgegeben. Picard hat noch nicht entschieden, ob er gegen den Entscheid Berufung einlegt, will aber jedenfalls die weiteren Klagen gegen die Bank Austria und andere Geldhäuser vorantreiben.

"Wir setzen die 19 verbliebenen Hauptklagen fort, mit denen wir mehr als zwei Milliarden US-Dollar an Rückerstattung von der Bank Austria, HSBC und UniCredit/Pioneer anstreben", sagte Picard-Sprecherin Amanda Remus dem "WirtschaftsBlatt".

Picard hatte Ende 2010 eine 19,6 Mrd. Euro schwere Schadenersatzklage gegen UniCredit, Bank Austria und die frühere Bank Medici eingebracht. Diese sowie Medici-Eignerin Sonja Kohn haben laut Masseverwalter eine zentrale Rolle im "System Madoff" gespielt. Die Beschuldigten sehen sich hingegen als Opfer des Madoff'schen Finanzkarussells. Der einstige US-Börsenstar Madoff hat über Jahrzehnte ein milliardenschweres Schneeballsystem aufgezogen, die vermeintlichen Gewinne der Anleger wurden mit frischem Geld neuer Investoren bezahlt. Im Zuge der Finanzkrise Ende 2008 flog er auf, 2009 wurde er schließlich in den USA zu 150 Jahren Haft verurteilt. (APA)