Berlin - Der ägyptische Außenminister Mohammed Kamel Amr hat den geplanten Bau von 1600 neuen Wohnungen in Ost-Jerusalem als "großes Hindernis" für den Nahost-Friedensprozess kritisiert. Ägypten lehne die Entscheidung des israelischen Innenministeriums "kategorisch" ab, sagte Amr am Freitag nach einem Gespräch mit Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) in Berlin.

Dass Israel am Siedlungsbau festhalte, sei ein "großes Hindernis" für die Friedensgespräche mit den Palästinensern. Ägypten stehe weiterhin hinter einer Zwei-Staaten-Lösung mit einem Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967.

Amrs Besuch in Deutschland war seine erste Reise nach Europa seit seiner Ernennung Mitte Juli. Er verabschiedete gemeinsam mit Westerwelle die "Berliner Erklärung", mit der die beiderseitigen Beziehungen vertieft werden sollen. (APA)