Für zwei Kugeln Eis zahlten Konsumenten vor drei Jahren durchschnittlich 1,65 Euro, heuer sind es 1,90 Euro.

Foto: Standard/Matthias Cremer

Wien - Eis ist überdurchschnittlich teuer geworden: Eis aus einem Eissalon schlägt sich heuer um durchschnittlich elf Prozent (31 Cent) höher zu Buche als noch vor drei Jahren. Die Inflationsrate ist im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 5,5 Prozent gestiegen. Das zeigt ein Vergleich der Arbeiterkammer Wien von 23 Wiener Eissalons.

Eissalons vergleichen

Für zwei Kugeln Vanilleeis zahlten Konsumenten im Mai 2008 durchschnittlich 1,65 Euro, heuer sind es 1,90 Euro. Außerdem zahlt sich ein Vergleich zwischen den verschiedenen Eissalons aus, denn es herrschen große Preisdifferenzen bei einzelnen Eisspezialitäten - teilweise um die 80 Prozent: Eisspaghetti kosten beispielsweise zwischen 3,90 und 7 Euro. "Schlimm ist, dass die Portion der teuersten erhobenen Eisspaghetti nicht merkbar größer war als bei den günstigeren Eisspaghetti", betont AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. Die Preise für einen Amarena-Becher weichen in den verschiedenen Eissalons am stärksten voneinander ab. Dieser Eisbecher ist zwischen 3,70 und 6,90 Euro zu haben - das ist eine Diskrepanz von 86 Prozent.

Einen relativ moderaten Preisanstieg erlebte der Bananensplit: Die Eissalons verrechneten vor drei Jahren dafür durchschnittlich 4,67 Euro. Heuer müssen KonsumentInnenen für die süße Köstlichkeit im Durchschnitt mit 5,05 Euro rechnen, also um 8,2 Prozent mehr. (red)