Amsterdam - Im niederländischen Profi-Fußball stehen Feyenoord Rotterdam und zwölf weitere Vereine unter verschärfter Aufsicht und müssen sich in Zukunft jede größere Ausgabe erst genehmigen lassen. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten jüngsten Finanz-Analyse des niederländischen Fußballverbands KNVB hervor. Der einzige finanziell rundum gesunde Club der Eredivisie ist demnach Pokalsieger und Vizemeister Twente Enschede. Auch vier Zweitliga-Clubs erhielten wie Twente das Prädikat "gut".

Neben Feyenoord müssen aus der Eredivisie die Vereine NAC Breda, NEC Nijmegen, Roda JC und Excelsior Rotterdam drastisch sparen und bei Spielerkäufen oder anderen größeren Transaktionen erst um grünes Licht vom Verband bitten. Ihre Finanzlage wurde, wie die von mehreren Vereinen der unteren Liga, durch die Kontrolleure als "unzureichend" eingestuft. Bei Verstößen gegen die KNVB-Auflagen drohen ihnen empfindliche Strafen bis hin zu Punktabzügen.

Auch für alle anderen Eredivisie-Clubs gelten - mit Ausnahme von Twente - verschiedene finanzielle Auflagen, die aber längst nicht so streng sind. Unter anderen gehören zu dieser Gruppe mit dem Prädikat "ausreichend" Rekordmeister Ajax Amsterdam sowie Rieds Europa-League-Gegner PSV Eindhoven und AZ Alkmaar. Insgesamt ist die wirtschaftliche Lage im niederländischen Fußball aber etwas besser geworden. Im Mai dieses Jahres hatte der Verband bei einer ähnlichen Finanz-Analyse noch 16 Clubs den Stempel "unzureichend" aufgedrückt. (APA/red)