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Die Bayern sind Druck bekanntlich gewohnt: Das schweißt zusammen.

Foto: Reuters/FABRIZIO BENSCH

München -  Es geht um mehr als 20 Millionen Euro, viel Prestige und den ganz großen Traum von einem Heim-Finale: Für Bayern München käme ein Aus in den Play-off-Spielen zur Champions League einer sportlichen Katastrophe gleich, die Saison wäre gelaufen, noch ehe sie so richtig begonnen hat.

"In diesen zwei Spielen geht es um wahnsinnig viel, um Finanzen, um Image. Alle wollen die Gruppenphase der Champions League erreichen", sagt Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Hinspiel gegen den FC Zürich am Mittwoch in der heimischen Allianz-Arena, wo am 19. Mai 2012 auch das Endspiel der Königsklasse stattfinden wird.

Und das will der deutsche Fußball-Rekordmeister mit aller Macht erreichen. Der Schweizer Vizemeister Zürich soll ungeachtet aller Diskussionen um die beiden Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger auf keinen Fall zum Stolperstein werden, wie auch Sportdirektor Christian Nerlinger betonte: "Wenn wir die nicht schlagen, haben wir in der Champions League nichts verloren."

Ausreden gibt es keine, Auch Superstar Arjen Robben, der am Samstag beim 1:0 in Wolfsburg wegen Rückenproblemen gefehlt hatte, ist wieder einsatzfähig und soll zusammen mit Franck Ribéry für die zuletzt schmerzlich vermissten Ideen und den nötigen Schwung im Offensivspiel sorgen.

Damit kann Trainer Jupp Heynckes nach einem holprigen Bundesligastart seine vermeintlich stärkste Mannschaft aufs Feld schicken. Er sei vom 2:1 des FCZ am Wochenende gegen den Meister FC Basel "beeindruckt" gewesen. Auch für Rummenigge ist das Duell deshalb "kein Selbstläufer".

Attacke von Oli Kahn

Nicht ablenken lassen wollen sich die Münchner von der Diskussion um die Führungsspieler Lahm und Schweinsteiger, das Duo war von Ex-Torwart Oliver Kahn angegriffen worden. Die Kritik interessiere ihn nicht, sagte Kapitän Lahm am Dienstag: "Ich kenne Oliver Kahn, sie kennen Oliver Kahn, ich sehe das gelassen."

Schweinsteiger konterte indes Kahns Aussagen: "Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass Oliver Kahn früher nichts mehr gehasst hat als Kritik von Ex-Kollegen, die über die Medien ausgeübt wird. Von so einem großen Spieler erwarte ich, dass er sich an seine Worte erinnert."

Doch Zürich kommt nach seiner gelungenen Generalprobe mit einigem Selbstvertrauen nach München. "Eines kann ich versprechen: Wir werden versuchen, den Bayern das Leben schwer zu machen. Und wir gehen auf den Platz, um zu gewinnen", sagte Zürichs Trainer Urs Fischer. (SID/red)

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

München: Neuer - Rafinha, Boateng, Badstuber, Lahm - Schweinsteiger, Luiz Gustavo - Robben, Müller, Ribéry - Gomez. - Trainer: Heynckes

Zürich: Leoni - Raphael Koch, Beda, Teixeira, Rodriguez - Schönbächler, Aegerter, Buff, Djuric - Mehmedi, Chermiti. - Trainer: Fischer