Michael Ranseder dominierte am Red Bull-Ring nach belieben.

Foto: IDM

Spielberg - Der Red Bull Ring war am Wochenende in der IDM SUPERBIKE fest in der Hand von Michael Ranseder. Vor 12.000 Zuschauern feierte der BMW S1000RR-Pilot (Team Fritze Tuning Lietz Sport) beide Laufsiege in der höchsten deutschen Motorradsport-Klasse. Landsmann Martin Bauer (Motorex KTM Superbike Team) erreichte zwei Mal Rang zwei, der dritte Platz ging jeweils an eine BMW und nach Australien. Im ersten Lauf stand Gareth Jones mit auf dem Treppchen, im Zweiten war es Damian Cudlin.

Michael Ranseder, der sich bereits am Samstag mit stattlichen 0,505 Sekunden Vorsprung die Pole gesichert hatte, war in beiden Rennen am Sonntag nicht zu stoppen. Im ersten Lauf fiel die Vorentscheidung  bereits in der ersten Runde, denn der 25-Jährige riss gleich eine Lücke von rund einer Sekunde auf. Trotz aller Mühen von Bauer war die schwarze BMW nicht mehr aufzuhalten. Selbst ein kleines Schaltproblem, welches in Runde sieben vor und in der Remus-Kurve passierte, brachte Ranseder nicht aus dem Konzept. Am Ende stand der Sieg mit fast zehn Sekunden zu Buche, auch Bauer hatte viel Luft nach hinten. "Das Team hat super gearbeitet und wir hatten das gesamte Rennen über eine klasse Pace, ich habe wenig Fehler gemacht", fasste Ranseder anschließend zusammen. "Im zweiten Sektor ist mir ein Fehler unterlaufen, dort hatte ich ein kleines Problem. Ein bisschen war es ein technischer Fehler, damit hatten wir schon öfter zu tun. Für den zweiten Lauf müssen wir aber nichts am Motorrad ändern, wie gesagt, es lief das ganze Wochenende schon recht gut. Einfach noch mal durchziehen."

Durchgezogen

Dieses angekündigte "Einfach noch mal durchziehen" setzte Ranseder im zweiten Lauf perfekt um, wenngleich dieses Mal zunächst Bauer ein paar mehr Führungskilometer sammeln konnte. Doch in Runde fünf drehte Ranseder den Spies wieder herum und ergriff erneut die Flucht. Mit rund acht Sekunden Vorsprung siegte der Österreicher erneut souverän und auch Bauer ließ sich Rang zwei nicht mehr nehmen. "Es sieht jetzt besser aus in der Gesamtwertung", war Ranseder nach dem Rennen für die weiteren Rennen optimistisch. "Das ganze Wochenende hat wirklich gut funktioniert. Das Team hat zusammengehalten und ich möchte mich auch noch einmal bei ihnen bedanken. Ich hoffe in Hockenheim geht es so weiter, ich kann locker fahren und habe nichts zu verlieren. Wir können einfach so weiter machen." (red)