Bujumbura - Im ostafrikanischen Burundi ist die Cholera wieder ausgebrochen und hat bisher mindestens vier Menschen getötet. Mehr als 400 weitere Menschen seien erkrankt, sagte der der stellvertretende Chef der Notfallabteilung im Gesundheitsministerium, Terence Bwarikindi, am Montag. "Die Cholera ist zurück in Burundi."

Seit dem 3. August seien 428 Cholera-Patienten gezählt worden, von denen 42 am Montag noch im Krankenhaus behandelt wurden, sagte Bwarikindi. Betroffen waren demnach der Bezirk Rumonge im Südwesten des Landes und die Provinz Cibitoke im Nordwesten. Das Gesundheitsministerium habe die Fälle als eine Epidemie eingestuft, so dass alle Betroffenen kostenlos medizinisch betreut würden.

Laut Bwarikindi breitete sich die Darmkrankheit in ländlichen Gegenden und Arbeitervierteln aus, wo es praktisch keine Toiletten und kein fließendes Wasser gebe. Die Cholera ist eine schwere Durchfallerkrankung, die meist über verunreinigtes Trinkwasser oder kontaminierte Nahrung übertragen wird. Die Betroffenen leiden unter Durchfall und Erbrechen. Durch den hohen Flüssigkeitsverlust kann die Krankheit zum Tod führen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. (APA/AFP)