Wien - Ob die Mariahilfer Straße künftig zur Fußgängerzone mit Fahrradstreifen wird, nur für Autos gesperrt bleibt, als Shared Space genutzt wird, oder ob es überhaupt eine andere Lösung für die Einkaufsstraße gibt - darüber können die Anrainer, aber auch die Geschäftsleute des (roten) 6. und (grünen) 7. Bezirks im November diskutieren. Bei drei Veranstaltungen sollen die unterschiedlichen Varianten präsentiert werden, die alle eines zum Ziel haben: die Verkehrsberuhigung auf der Mariahilfer Straße.

"Die Untersuchungen, die wir Ende Februar in Auftrag gegeben haben, sind bis auf wenige Details abgeschlossen", sagte die grüne Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou am Montag zum Standard - "in Rekordtempo", wie sie betonte. Ausgearbeitet wurden die unterschiedlichen Varianten von der Magistratsabteilung 46 (Verkehrsorganisation). Vassilakou hatte stets hervorgehoben, dass die Verkehrsberuhigung der Mariahilfer Straße für sie absolute Priorität habe. Wichtig sei ein umfassendes Konzept, das sich nicht nur auf die Mariahilfer Straße selbst beschränke und den Ausweichverkehr in die Nebengassen dränge, sagt die Verkehrsstadträtin.

Wenig Freude mit der Variante Fußgängerzone hat bisher die Wiener Wirtschaftskammer. Sie hat eine eigene Studie zum Thema Lieferverkehr in Auftrag gegeben. (fern, DER STANDARD; Printausgabe, 23.8.2011)