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In dieser schalldicht gemachten Telefonzelle wollte Thomas F. sein Opfer festhalten

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Vor das Fenster spannte der Täter Stacheldraht

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Hamburg - Am vergangenen Freitag entging eine 26-jährige Frau nur knapp einer offenbar für längere Zeit angelegten Entführung. Laut der deutschen Tageszeitung "Welt" hatte ein 30-jähriger Hamburger in seiner Wohnung eine schalldichte Telefonzelle aufgestellt, wo er die junge Frau, die ihm ein Arbeitskollege vorgestellt hatte, anscheinend auf Dauer festhalten wollte.

Flucht durch Fenster

Mit einer Pistole bewaffnet soll er sein Opfer in seine Wohnung gebracht haben. In einem unachtsamen Moment gelang diesem jedoch die Flucht durch ein mit blickdichter Folie und Stacheldraht präpariertes Fenster. Die Nachbarn, die die Flucht beobachtet hatten, riefen die Polizei. Als der 30-jährige Thomas F. von der Verfolgung in die Wohnung zurückkehrte, wurde er festgenommen. 

Später soll die Polizei eine große Menge Vorräte sowie Folterwerkzeuge in der Wohnung des Mannes gefunden haben. Er war den Behörden bereits als Stalker bekannt, hatte vor der Tat auch telefonischen und SMS-Kontakt mit der jungen Frau. Der Hamburger sitzt jetzt in Untersuchungshaft, es gilt die Unschuldsvermutung. (sei, 24.8.2011)