Wien - Nahezu alle Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs werden durch Infektionen mit dem Human Papilloma-Virus (HPV) verursacht. In Österreich erkranken jedes Jahr 500 bis 550 Frauen. Laut Statistik Austria sterben daran jährlich 150 bis 180 Patientinnen. Die HPV-Impfung kann 70 Prozent der Krankheit und ihrer Vorstufen verhindern. Aber auch Männer können davon profitieren. Neue Wirksamkeitsdaten des Vakzine-Herstellers Sanofi Pasteur MSD haben dies nun belegt.

"Die Ergebnisse zeigen, dass auch bei Buben und Männern bestimmten HPV-verursachten Erkrankungen, wie zum Beispiel Genitalwarzen, vorgebeugt werden kann", sagte Walter Geike von Sanofi Pasteur MSD am Donnerstag in einer Aussendung. "Zusätzlich könnte die Impfung von Buben gegen HPV auch dazu beitragen, die Verbreitung der HP-Viren in der Bevölkerung weiter zu reduzieren."

Genitalwarzen sind weit verbreitet und treten schon bei jungen Menschen auf. Die Behandlung kann schmerzhaft sein und selbst nach einer erfolgreichen Behandlung können sie erneut entstehen. (APA)