Bagdad - Der Hohe Rat für die islamische Revolution im Irak (SCIRI) hat den Befehl der US-Verwaltung zur Entwaffnung seiner Miliz scharf kritisiert. "Dies Entscheidung zur Auflösung der Truppe widerspricht dem, worauf sich die Parteien und nationalen Kräfte bei ihrer Konferenz im vergangenen Februar in Salaheddin geeinigt hatten", sagte SCIRI-Sprecher. Die Anordnung der Amerikaner sei ungerecht. Schließlich hätten die Badr-Brigaden Jahre lang gegen das Regime von Saddam Hussein gekämpft. 2500 ihrer Kämpfer seien als Märtyrer gestorben.

Die US-Zivilverwaltung im Irak hatte vor einigen Tagen die Entwaffnung aller Zivilisten und Milizen angeordnet, mit Ausnahme der kurdischen Kämpfer (Peschmerga). Wer nach dem 15. Juni noch eine Waffe besitze, werde festgenommen, falls er von der US-Verwaltung dafür keinen Waffenschein beantragt habe. Diese Lizenz soll aber nur für den Schutz von Privathäusern und Geschäften und in Einzelfällen für Leibwächter vergeben werden. (APA/dpa)