Nach dem US-Kino der 60er und 70er Jahre fokussiert das Filmmuseum nun unter dem Titel "Drifter" verstärkt auf die europäischen "Erben" der New-Hollywood-Generation. Der zeitliche Rahmen erstreckt sich von 1974-2007.

Road Movies - nicht selten ein Kino der Ausreißer und Außenseiter: Sandrine Bonnaire in Agnès Vardas "Sans toit ni loi (Vogelfrei)".

Foto: Österreichisches Filmmuseum

Fahren, fahren, fahren ... Michelangelo Antonionis meisterhaftes Identitäts-Rätsel "Professione: Reporter/The Passenger" (1975) mit Maria Schneider und Jack Nicholson in den Hauptrollen.

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Exemplarisch für die vom amerikanischen Kino angefachte Lust am Dahintreiben: Wim Wenders' Film "Alice in den Städten" (1974), der zugleich den zeitlichen Ausgangspunkt der Retrospektive markiert.

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Rund zehn Jahre später ermöglichte Wenders mit übrig gebliebenem Filmmaterial Jim Jarmuschs "Stranger Than Paradise", Schlüsselwerk und sprichwörtlicher Kultfilm der 80er Jahre.

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Wenders lieferte fast zeitgleich mit "Paris, Texas" (1984) erneut eine Road-Movie-Variation ab, dieses Mal mit Harry Dean Stanton in der Rolle des Drifters. Für den atmosphärischen Soundtrack zeichnete Gitarrist Ry Cooder verantwortlich.

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Von der Suche eines jungen Musikers nach einem legendären Gitarrenbauer erzählte der Fotograf und Filmemacher Robert Frank 1988 in seinem einzigen konventionellen Spielfilm "Candy Mountain".

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Der Route 1, von Maine bis Florida, folgte Robert Kramer in seinem Filmepos "Route One/USA" (1989).

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Ein knapp halbstündiges Road Movie als Bestandsaufnahme: "The United States of America" (1975) von James Benning und Bette Gordon.

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Um einen Fluchtfahrer dreht sich "The Driver" (1978) des für seine präzisen Action-Filme bekannten US-Regisseurs Walter Hill.

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Unter den jüngeren Beispielen eines unabhängigen US-Kinos: Larry Clarks "Another Day in Paradise", in dem zwei kleinkriminelle Teenager mit einem erfahrenen Gangsterpärchen auf gemeinsame Raubzug-Tour gehen ...

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... und Vincent Gallos "The Brown Bunny" (2003).

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Noch einmal Wim Wenders, der Deutschland wie die USA fotografiert: "Im Lauf der Zeit" mit Hanns Zischler als einem der beiden männlichen Drifter (1976).

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On the road in der winterlichen Schweiz: Ein Handelsreisender ist in Christian Schochers selten zu sehendem Film "Reisender Krieger" (1981)  für die Kosmetikfirma Blue Eye unterwegs.

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Zwei junge Frauen, die einander beim Autostoppen kennenlernen, reisen in Alain Tanners "Messidor (Erntemonat)" (1979) durch die Schweiz.

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Noch einmal der Vertreterberuf als Motor für ein Road Movie: Zwei Frauen, die für eine Parfüm-Firma quer durchs Land reisen, hat Christian Petzolds "Pilotinnen" (1995) als Hauptfiguren.

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Einen Chevrolet soll ein junger Mann in "Le Plein de super (Super voll, bitte!)" (1975) vom Norden in den Süden Frankreichs bringen. Was nach der Einladung eines Freundes zum Duo wird, wächst zu einem Quartett von vier Männern auf Überlandfahrt an. "Keiner kommt von der Reise unverändert zurück", so Christoph Huber im Filmmuseum-Programm. (red, derStandard.at, 5. September 2011)

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