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Andrew Mitchell bei einem Besuch in Mogadischu im August.

Foto: Reuters/Omar

London - Dem britischen Entwicklungshilfeminister Andrew Mitchell ist am Dienstag ein peinlicher Ausrutscher mit internem Regierungsmaterial zu Afghanistan unterlaufen. Beim Verlassen einer Sitzung des Sicherheitskabinetts in der Downing Street zeigte er versehentlich vertrauliche Unterlagen so offen her, dass die Dokumente für Foto- und Fernsehkameras gut sichtbar wurden.

Wie der Sender Sky News berichtete, wird in den Dokumenten unter anderem ein Rücktritt des afghanischen Präsidenten Hamid Karzai im Jahr 2014 empfohlen. Dies würde die Politik des Landes "zu einem besseren Platz" machen, heißt es laut Sky News in den Unterlagen.

In dem Dokument wurde ferner die Entscheidung von Geberländern zum Stopp von Hilfsgeldern für Afghanistan kritisch betrachtet. Dies könne die gegenwärtige Arbeit vor Ort beeinträchtigen, heiße es in dem Schreiben, wie Sky News weiter berichtete.

Nach Angaben eines Ministeriumssprechers handelte es sich um "Routine-Papiere". Sie hätten einen Stempel mit einer Aufschrift wie etwa "Vertraulich" getragen, wenn sie sensibles Material enthalten hätten, sagte der Sprecher. (APA)