Wien - Der börsenotierte Leiterplattenhersteller AT&S will sich mit der geplanten Unternehmensanleihe ein zweites Standbein zur Finanzierung neben den Finanzierunglinien durch Banken schaffen. Der "Retail-Bond" im Umfang von 80 Mio. Euro wende sich an "jedermann", eine Aufstockung des Volumens sei möglich, erläuterte der Vorstandschef des steirischen Unternehmens, Andreas Gerstenmayer, heute gegenüber der APA.

Die AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG hat heute eine Absichtserklärung zur Begebung einer Unternehmensanleihe veröffentlicht, nun müsse man die weitere Entwicklung an den Kapitalmärkten berücksichtigen, so Gerstenmayer auf die Frage zum Zeitplan: "Wenn es die Märkte darstellen, wollen wir es auf alle Fälle im Herbst noch machen". Die Konditionen der Anleihe seien noch offen.

Der Leiterplattenhersteller ist derzeit eher am kurzen Ende finanziert. Nun strebe man eine längerfristige Finanzierung an: Das Geld der Anleihe solle für die Umschichtung von einer kurz- auf eine längerfristige Finanzierung verwendet werden, sowie für die weitere Unternehmensentwicklung und Wachstum.

Der operative Betrieb des Leiterplattenherstellers mit Werken in Österreich und Asien läuft derzeit laut Gerstenmayer "sehr rund": Das zweite Quartal schaue deutlich besser als das erste aus. "Momentan sind unsere Werke sehr ordentlich ausgelastet", berichtet er. Als große Unsicherheit bleibe für AT&S - so wie für alle Unternehmen - die weitere Entwicklung am Finanzmarkt mit etwaigen Wechselwirkungen auf die Realwirtschaft.

Kernaktionär der AT&S ist Hannes Androsch, knapp 50 Prozent befinden sich in Streubesitz. (APA)