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Wolfgang Mayrhuber und Thierry Antinori: Das war 2003, als man noch gemeinsame Sache machte.

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Wien - Eigentlich hätte Thierry Antinori die Austrian Airlines in eine hoffnungsfrohe Zukunft unter dem Dach der deutschen Mutter Lufthansa steuern sollen. Bis er für alle Beteiligten ziemlich überraschend die Lufthansa Ende März verließ. Begleitet von Spekulationen, was er denn nun wollen könnte.

Damals hat es geheißen, Antinori hätte mehr Kompetenzen für sich eingefordert und wohl auch die harte Sanierung, die bei AUA nötig ist, gescheut. Zunächst war er für einen Vorstandsposten bei Air Berlin im Gespräch, jetzt wird in Deutschland kolportiert, Antinori soll neuer Vertriebschef bei der rasant gewachsenen Golf-Fluggesellschaft Emirates werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Der 49-jährige Franzose soll auf Richard Vaughan folgen, der angeblich in den Ruhestand gehen will.

Behauptet Antinori sich in seiner neuen Aufgabe, so sei er einer der heißesten Anwärter, um in absehbarer Zukunft Emirates-Chef Tim Clark abzulösen, wird heute in der "FTD" berichtet. Er wäre sofort bereit aufzuhören, wenn er denn einen geeigneten Nachfolger gefunden und aufgebaut habe, sagte der 61-jährige Clark der FTD im Frühjahr. Auf die Frage, ob er denn keinem seiner derzeitigen Kollegen den Chefposten zutraue, antwortete er vage: "Dies ist kein leichtes Geschäft." Der Vertrieb und die Preisgestaltung gehören zu den wichtigsten und bestgehüteten Ressorts einer Fluggesellschaft, entsprechend wertvoll ist Antinoris Wissen über die Lufthansa-Strategie. (rb, derStandard.at, 5.9.2011)