Menschen mit Blasenschwäche reisen gerne mit der Bahn in den Urlaub oder unternehmen längere Geschäftsreisen auf der Schiene. Denn dort fährt die Toilette immer mit. Wer unter Blasenschwäche leidet, so das deutsche Infozentrum Inkontinenz in einer Aussendung, der sollte seine Fern- und Dienstreisen sorgfältig planen und vor der Abreise folgende Fragen klären: Wie viele Einlagen oder Pants brauche ich für die Fahrt? Wie kann ich die Hilfsmittel transportieren? Kann ich am Ankunftsort gleich Einlagen oder Pants kaufen, oder komme ich Sonntagsmittags an und muss erst eine Apotheke suchen, die Notdienst hat und die Hilfsmittel verkauft? Inkontinenz gehört zu den Tabu-Themen unserer Gesellschaft. Dabei ist laut dem Infozentrum jeder Zehnte betroffen: Alte, Junge, Männer und Frauen.

Wer mit der Bahn in den Urlaub fährt, der sollte auch klären, ob er seine gewohnten Hilfsmittel dort auch bekommt und in gleicher Qualität wie zu Hause. Was kosten die Einlagen am Ziel? Erstattet die Krankenkasse diese Ausgaben? Clevere Touristen klären das vorab, denn manche Kassen liefern die gewohnten Hilfsmittel sogar bis an den Urlaubsort. Stressfreier reist, wer sich in der Bahn einen Sitzplatz in der Nähe der Toilette reservieren lässt. Und natürlich sollte niemand ohne Notfallköfferchen unterwegs sein, mit ausreichend Einlagen oder Pants. Außerdem gehören natürlich Waschlappen und Ersatzunterwäsche ins Handgepäck - zur Sicherheit. (red, derStandard.at)