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Michel Platini

Foto: Reuters/GONZALO FUENTES

St. Pölten - Michel Platini, der Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), hat am Dienstag dem nationalen Zentrum für Frauen-Fußball in St. Pölten einen Besuch abgestattet und die Akademie gelobt. "Ich freue mich immer, konkrete Ergebnisse von UEFA-Investition zu sehen. Der ÖFB hat hier ausgezeichnete Arbeit geleistet", sagte der Franzose.

Sportliche und (hoch)schulische Ausbildung für Mädchen

Dieses Zentrum würde österreichischen Juniorenspielerinnen den entscheidenden Schritt hin zur A-Mannschaft erleichtern, glaubt der frühere Regisseur der "Equipe tricolore". Diese von "HatTrick", dem UEFA-Investitionsprogramm zugunsten nationaler Verbände, mitfinanzierte Einrichtung stellt den Nachwuchskickerinnen auf ihrem Weg zum Profifußball erstklassige Infrastrukturen zur Verfügung.

Neben der sportlichen Ausbildung wird auch auf die persönliche Entwicklung der Mädchen großen Wert gelegt. Parallel zur fußballerischen Betreuung können die Spielerinnen ihre schulische Ausbildung fortführen. Im Bereich der Hochschulbildung werden Studiengänge in Sportwissenschaft, Sportmedizin und Psychologie angeboten.

Stärkere Förderung des Frauenfußballs durch UEFA

Der Frauenfußball gewinnt weltweit immer mehr an Bedeutung. Nach jüngstem Stand der Statistiken sind allein in Europa rund 1,8 Millionen registrierte Spielerinnen in Vereinen aktiv. Das Engagement der UEFA für den Frauenfußball kommt vor allem durch das "HatTrick"-Projekt zum Ausdruck. Im Dezember 2010 hatte das Exekutivkomitee beschlossen, jeden der 53 UEFA-Mitgliedsverbände von 2012 bis 2016 mit einem jährlich Zuschuss von 100.000 Euro für die Entwicklung des Frauenfußball zu unterstützen.

Im Rahmen eines Pilotprogramms zur Entwicklung des Frauenfußballs haben außerdem vier Verbände weitere 50.000 Euro an Unterstützungsgeldern erhalten. Die Zuschüsse haben u.a. zur Gründung einer nationalen Gründung einer Frauen-Liga in Irland und zur Einführung eines Tages des Frauen-Fußballs in Portugal geführt. Das Programm wird 2011/12 fortgeführt und auf 40 Verbände ausgeweitet. (APA)